Wie Heilung funktioniert

Von Gesundheit und Krankheit

So Mancher trägt seine (kleinen und großen) Wehwehchen sein ganzes Leben lang mit sich. Oft ist es sogar so, dass sich Eines auf das Andere addiert, bis wir irgendwann mit einem bunten Päckchen an Krankheiten durchs Leben rennen und es als das Altern an sich bezeichnen. 

Doch dem ist nur selten so.

Wenn ich von Krankheit spreche, meine ich nicht nur eine offensichtlich körperliche Problematik, sondern auch das, was wir in unserem Herzen und unseren Gedanken mit uns tragen.

 

Was tun wir also üblicherweise, wenn uns etwas plagt? Da sind zum Beispiel diese Kopfschmerzen, denen wir mit einer Schmerztablette begegnen. Vielleicht gehen wir sogar zum Arzt und lassen uns untersuchen, doch er findet nichts und empfiehlt uns Entspannung und ein neues Schmerzmedikament, das sehr wirksam ist. 

 

Was bedeutet das nun für uns und unseren Körper?

Wir haben ein deutliches Signal bekommen, dass etwas in unserem Leben nicht so ist,wie es sein soll. Haben wir Stress? Halten wir den Kopf im Alltag schief und lösen damit Verspannung aus? Schmerz ist nie die Krankheit an sich,er ist stets ein Symptom. Wenn wir dieses Signal nun durch ein Medikament betäuben, spüren wir es nicht mehr. Es verschafft uns (vermeintliche) Erleichterung. Das Grundproblem jedoch ist noch immer da! 

 

Wir dämpfen es, wir setzen einen Deckel darauf und schieben es weg. Wir schauen weg. Bis sich das nächste Signal zeigt, dass etwas so ganz und gar nicht stimmt.

 

Manchmal dauert dieser Prozess viele Jahre und ist im Zusammenhang nicht erkennbar, doch dieser Zusammenhang existiert.

Unser Körper ist der beste Freund, den wir haben. Denn er zeigt selbst dann, wenn wir den Kontakt zu unserem Inneren verloren haben zuverlässig und oft sehr deutlich, wie es um uns steht.


Was also können wir tun? 

Du musst dafür weder einen Weg des inneren Kriegers antreten, noch große körperliche Anstrengung auf dich nehmen. Eigentlich ist es gar nicht viel Zeit und Aufwand, das es dich kostet. Und doch kostet es dich eines ganz sicher und davon sehr viel: Mut!

 

Schau hin! Lerne dich wahrzunehmen, sowohl innerlich als auch äußerlich. 

Hör auf, dich selbst zu deckeln. Nicht durch Schmerzmittel, nicht durch überhöhten Konsum von Medien, die unsere innere Stimme nur übertönen, nicht aber zum Schweigen bringen. Nicht durch übermäßiges Essen, das vielleicht die Leere im Magen, nicht aber Leere in deinem Inneren füllt. 

 

Es ist so einfach und doch so schwer - schau hin. Schau dich an! Und akzeptiere, was du siehst. Dort muss nichts weggemacht werden, du musst nicht besser werden oder schneller oder klüger. 

Du darfst wieder mehr der werden, der du wirklich warst, bevor du eine Glasglocke aus Ablenkung und Distanz über dein Wesen gestülpt hast.

Und genau hier unten unter dieser Glasglocke, hier geschieht Heilung. 

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